"Unser Bellen rettet Ihr Leben"


Bild "Ausbildung.jpg"Die feinen Hundenasen sind menschlichen Einsatzkräften deutlich überlegen. Dies gilt umso mehr bei Dunkelheit oder unübersichtlichem Gelände. Grundsätzlich eignet sich jeder Hund, unabhängig von Rasse und Größe, als Rettungshund.
Wichtig ist nur, dass der Hund wesensfest und verträglich ist, dass er Freude an der Arbeit, eine gute Auffassungsgabe und eine natürliche Begabung für die Nasenarbeit hat. Auch sollte er in der Lage sein, große Strecken und Hindernisse im Gelände zu überwinden.

Die motivierte Arbeit eines Rettungshundes kann nur durch eine enge partnerschaftliche Bindung zu seinem Hundeführer erreicht werden, nie aber durch Druck und Zwang.
Fleiß, Fachwissen, Geduld, Liebe zum Hund und ein soziales Engagement dem Mitmenschen gegenüber sind unbedingt erforderlich, um das Ausbildungsziel „Rettungshund und Führer“ zu erreichen.

Bild "Eignungstest rauch.jpg"Im Laufe der Ausbildung muss der Hund verschiedene Verhaltensweisen und Kommandos erlernen. Hierzu gehören unter anderem der Aufbau einer sicheren Anzeige, das sichere Begehen unterschiedlicher und teils wackliger Untergründe, das Lenken und Schicken auf weite Entfernung, die Gewöhnung an äußere Einflüsse, die dem Hund z.B. bei einem eingestürzten oder durch Brand oder andere Einwirkungen beschädigten Haus begegnen können, wie Feuer, Rauch, Hitze oder Lärm.

Bild "Emma Geräte.jpg" All dies lernt der Hund in einer Zeit von etwa zwei Jahren. Bevor der angehende Rettungshund jedoch zur Prüfung zugelassen wird, muss er eine Begleithundeprüfung vorweisen können, bei der es für ihn kein Problem darstellen sollte, die Kommandos wie Sitz, Platz und Fuß zu beherrschen.
Erst wenn die BRH-Flächenprüfung bestanden ist, ist der Hund ein zertifizierter Rettungshund und kann im Einsatz eingesetzt werden.

Um seine Aufgaben im Rettungshunde-Team erfüllen zu können, muss nicht nur der Hund, sondern auch der Hundeführer einiges lernen.
Die Ausbildung des Hundeführers gliedert sich in mehrere Bereiche, in denen er sich nicht nur theoretische sondern auch praktische Kenntnisse aneignen muss.
Hierzu gehören unter anderem Erste Hilfe bei Mensch und Hund, Funkverkehr, Einsatztaktik, Karten- und Kompasskunde und vieles mehr.

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Bild "erste hilfe.jpg"Natürlich ist auch die Eignung des Menschen sehr wichtig.
Nicht immer werden wir frühzeitig alarmiert, oft kommen wir erst zum Einsatz nachdem schon einige Zeit verstrichen ist. 90% aller Einsätze enden nicht mit einem Lebendfund.
Rettungshundeführer sind keine Sporthundeführer! Sie erhalten keine Pokale für Prüfungen oder Einsätze, kaum Dank und Lob, halten Disziplin gegenüber den Anderen. Wir machen die Arbeit ehrenamtlich und nur als Gemeinschaft mit allen Teams bei der Sucharbeit können wir die größtmögliche und schnellste Hilfe beim Auffinden von Vermissten bieten.
Andererseits bleibt aber nach jedem Einsatz das Gefühl, sein Möglichstes getan zu haben.

Wenn ein Hund in seinem Leben nur einen Vermissten auffindet, hat sich die Ausbildung bereits gelohnt!